• Ronald Pohle

    Handwerker und Abgeordneter
  • Eine gute Wahl

    für alle Brennpunkte!
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Was die Menschen am stärksten bewegt, sei die Sicherheit im eigenen Land, stellte Ronald Pohle fest. Und da müsse man ehrlich sagen, habe die CDU Fehler gemacht. „Als die Pegida-Bewegung in Dresden angefangen hat, waren wir zu zurückhaltend. Wir hätten denen mit ihren 10 Thesen nicht das Feld überlassen dürfen.“

Das heiße aber nicht, dass die CDU Sachsen zukünftig eine Politik der AfD machen werde, um den rechten Rand zu erreichen. „Das können wir nicht und das wollen wir auch überhaupt nicht!“, sagte Pohle. Und fügte hinzu: Die Ausreisepflichtigen, die Deutschland wieder verlassen müssten, sollten Zuhause sagen können, sie seien hier anständig behandelt worden.

Eine Teilnehmerin der Diskussion fragte: „Wie bekommen wir es hin, dass sich die Zugezogenen, die hier bleiben, auch in Sachsen integrieren?“

Die wichtigste Voraussetzung dafür sieht Alexander Dierks darin, dass sie die Sprache des Landes lernen. „Jeder, der hierher kommt, kann Deutscher werden. Aber man darf sich nicht der Kultur Deutschlands und Sachsens verweigern!“ Ansonsten könne man kein Teil der Gesellschaft werden.

Regelmässige Sozialarbeit für Flüchtlinge in deren Gemeinden

Pohle und Dierks sind sich einig, dass Flüchtlinge besser integriert werden, wenn sie in ihren Obhut gebenden Gemeinden ehrenamtlich mitarbeiten. Sie schlagen deshalb regelmäßige Sozialarbeit für Flüchtlinge vor. Das sei gut für die Gemeinde und auch für die Flüchtlinge, damit sie einer geregelten Arbeit nachgehen können.

Der Landtagsabgeordnete Dierks stellte fest, dass einige Journalisten nach der Bundestagswahl sehr unfair mit  den Sachsen umgegangen seien: „ Man müsse die Sachsen ausbürgern“  und derartiges habe in den Zeitungen gestanden und ganz Sachsen sei als rechtsextrem abgetan worden. „Mich hat auch geärgert, dass nach den Wahlen so getan wurde als wären die Ossis und speziell die Sachsen zu blöd zum Wählen.“ Diese Wählerbeschimpfung bringe uns nicht weiter, sagte Dierks.

Diskussionsrunde der KAS-Stipendiaten

Einen wichtigen Grund für das Wahlergebnis sieht Dierks vor allem bei dem Thema Asyl. „Wir reden über Familiennachzug, aber schaffen es nicht, Ausreisepflichtige auszuweisen.“ Das sorge für Unverständnis bei den Sachsen, sagte er.

Das Thema sei in der öffentlichen Wahrnehmung stark von der AfD besetzt. „Die AfD ist furchtbar, ich bin kein AfD-Freund und ich halte diese Partei als Koalitionspartner für unbrauchbar. Aber wir lösen die Probleme nicht, indem wir die AfD in die Schmuddelecke stellen.“  Die CDU sei die kompetenteste Partei beim Thema Asyl, aber sie müsse von den Sachsen auch wieder als solche wahrgenommen werden.

Wie geht es nun weiter in Deutschland?

Die sächsische CDU sei immer schon eine sehr konservative Union, wie auch die Sachsen selbst, sagte er. Das sei aber bei dieser Bundestagswahl nicht durchgekommen, weil der Schatten der Merkel-CDU über Sachsen lag. Deshalb müsse die CDU ihr sächsisches Profil wieder stärken.

Wie es nun weiterginge, fragte ein Teilnehmer der Diskussion.  Von möglichen Neuwahlen hält Ronald Pohle nicht viel. Sie wären nur zum Nachteil der etablierten Parteien und würden den rechten Rand stärken. „Wir müssen den Wählerwillen akzeptieren und zum Wohle Deutschlands nun eine Koalition eingehen, die uns als CDU eher unliebsam ist“, sagte Pohle.