Der im Südosten Leipzigs gelegene Ortsteil Holzhausen ist aufgrund des hohen Fernmeldeturmes von allen Seiten gut auszumachen. Holzhausen gehört, trotz gegenteiliger Bürgerbefragung, seit 1999 zur Stadt Leipzig. Im Dezember 2014 zählte der Ortsteil 6278 Einwohner.

In seiner heutigen Form entstand Holzhausen 1934, als sich die Gemeinden Zuckelhausen und Holzhausen zusammen schlossen. Die alten Ortskerne des einst wendischen Dorfes Zuckelhausen und des von Flamen gegründeten und im Jahre 1289 erstmals urkundlich erwähnten Dorfes Holzhausen lassen sich auch heute noch rund um die jeweiligen Kirchen gut nachzeichnen.

Wie viele Orte im Leipziger Umland wurden auch Holzhausen und Zuckelhausen von den Kämpfen der Völkerschlacht schwer gezeichnet. Ach ihren wirtschaftlichen Aufstieg verdankten die Orte, wie auch Engelsdorf und Mölkau dem Aufbau des Eisenbahnnetzes – in diesem Fall dem Bau der Bahnlinie Leipzig – Geithain – zur Zeit der industriellen Revolution.

Auch heute beheimatet Holzhausen eine ganze Reihe wirtschaftlich erfolgreicher, mittelständischer Unternehmen. Das gesellschaftliche Leben wird von aktiven Vereinen getragen. Der auf dem ehemaligen Berggut ansässige Heimatverein Holzhausen widmet sich der Pflege von Brauchtum und Kultur. Ohne den Orchester Holzhausen e.V. wären viele Höhepunkte im südöstlichen Leipzig kaum denkbar und der Columbus Junior e.V. betreibt das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum, mehrere Sportvereine decken erfolgreich alle nennenswerten Breitensportarten ab und die Freiwillige Feuerwehr leistet einen verantwortungsvollen Dienst, der gerade durch eine endlich aufgeklärte Brandserie sehr gefragt war. Die evangelische Kirchgemeinde Holzhausen betreut die beiden kleinen Dorfkirchen Holzhausen und Zuckelhausen. Eine historische Besonderheit stellt das Sühnekreuz neben dem Eingang der Kirche Holzhausen dar. Es handelt sich dabei um das älteste Denkmal Leipzigs, auch wenn das genaue Alter und der Grund der Aufstellung bis heute unbekannt sind. Jüngst zugezogen ist sozusagen die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde Leipzigs, die den ehemaligen Gasthof „Zur Linde“ gegenwärtig zu einem Gemeindezentrum mit Kapelle umgestaltet.

Gastronomisch ist Holzhausen nach wie vor gut versorgt, ob italienisch im „Sole Mio“ oder gut bürgerlich im „Gasthof Holzhausen“. Daneben bieten sich zahlreiche weitere Möglichkeiten.

Den aktiven Ortschaftsrat beschäftigte dagegen schon häufig die Verbesserung der Nahversorgungslage für die Bewohner, aber auch die mangelnde Ausstattung mit den sogenannten Brauchtumsmitteln durch die Stadt Leipzig.