Althen – Kleinpösna
Der Stadtteil Althen-Kleinpösna besteht seit der Eingemeindung Engelsdorfs nach Leipzig im Jahr 1999 und besteht aus den einstigen Dörfern Althen, Kleinpösna und Hirschfeld. 2013 lebten insgesamt 2093 Bewohner im Ortsteil.

Althen
Althen ist, wie die meisten Dörfer im Leipziger Umland ein altes Angerdorf, welches Jahrhunderte lang landwirtschaftlich geprägt war. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte der kleine Ort erstmals 1836, als der erste Abschnitt der Leipzig-Dresdener-Ferneisenbahnlinie hier endete. Eine echte Vergrößerung erfuhr Althen nach 1990, als viele Leipziger im Ort ihren Wohnsitz im Grünen suchten. An die Eisenbahngeschichte, aber auch an die Geschehnisse rund um die Leipziger Völkerschlacht erinnert die Ausstellung in der Althener Heimatstube. Der das kleine Museum tragende Verein trägt auch erheblich zur Pflege von Tradition und Brauchtum im Ortsteil bei. Ebenfalls am Dorfanger gelegen, lädt der Gasthof Althen Einheimische und Besucher zu leckerer, traditioneller, deutscher Küche ein. Die kleine evangelische Kirche, ebenfalls am Anger, stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert und wurde später barock umgestaltet. Außerhalb der Gottesdienstzeiten kann  sie nicht besichtigt werden.

Kleinpösna
Wie Althen, gehört auch Kleinpösna seit 1999 zur Stadt Leipzig. Der Ort hat sich weitgehend seinen dörflichen Charakter bewahrt. In den sechziger Jahren hatte das Straßenangerdorf gerade mal 260 Einwohner. Die schon zu Zeiten der DDR angelegten Einfamilienhaussiedlungen wuchsen nach 1990 noch erheblich, so dass das Dorf bis Ende der neunziger Jahre auf etwa 430 Einwohner wuchs.

Erstmals erwähnt wurde die einst wendische Siedlung schon 1295 in einem Inventar des Hochstifts Merseburg. 1973 endete die kommunale Eigenständigkeit Kleinpösnas mit der Zusammenlegung mit dem nahe gelegenen Dorf Hirschfeld. Die kleine evangelische Marienkirche wurde anstelle eines Vorgängerbaus 1852 im neugotischen Stil erbaut. Die Gemeinde steht im Schwesterkirchverhältnis zur Kirche Großpösna.

Die durch den Bau der Autobahn A14 am Ortsrand entstandene, noch in Betrieb befindliche Kiesgrube ist heute ein beliebtes, wenn  auch inoffizielles Bade- und Ausflugsziel.

Hirschfeld
Die kleinste Ortschaft des Stadtteils Althen-Kleinpösna ist Hirschfeld. Jahrhundertelang schwankte die Einwohnerzahl um die Einhundert und das ist bis heute so geblieben. Was ein Straßenangerdorf ist, kann man sich hier exemplarisch ansehen. Die zum Ort gehörigen, schmucken Höfe scharen sich um die einzige, die Hersvelder Straße. Knapp siebenhundert Jahre wie Hirschfeld selbst ist auch die kleine, im Stile der Spätromanik errichtete evangelische Dorfkirsche, die auch die einzige öffentliche Einrichtung des Örtchens ist. Hirschfeld wird sichtbar vom umliegenden Kiesabbau und der daraus entstehenden Seenlandschaft geprägt.