Die Briefwahl bezeichnet die Gesamtheit der Möglichkeiten eine Wahl per Brief anstatt an der Wahlurne im Wahllokal durchzuführen. Die Briefwahl ist also unabhängig von Ort und Zeit der Urnenwahl und muss mündlich oder schriftlich bei der zuständigen Wahlbehörde beantragt werden. Der Antragsteller muss Familiennamen, Vornamen, Geburtsdatum und seine Wohnanschrift angeben. Die Unterlagen zur Briefwahl werden ihm dann zugesandt. Wahlberechtigte, die per Briefwahl wählen wollen, sollten den Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen so frühzeitig wie möglich bei der Gemeinde ihres Hauptwohnortes stellen. Sie müssen hierzu nicht den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten. In Leipzig ist die Briefwahlstelle dafür zuständig. Hier können die Briefwahlunterlagen beantragt und die Wahl auch sofort ausgeführt werden. Zudem ist es möglich das Briefwahllokal im Leipziger Rathaus zu nutzen.

Bei der Briefwahl wird der Stimmzettel vom Wähler in einem verschlossenen Umschlag zusammen mit dem Wahlschein in einem größeren geschlossenen Umschlag vor oder am Wahltag in der Regel per Post an die Wahlämter versandt oder dort direkt abgegeben. Die Briefwahl ist meistens eine Voraus-Wahl, da durch die Postleitzeiten der Zeitpunkt der Stimmabgabe auf dem Stimmzettel vor dem eigentlichen Wahltag stattfindet.