Ausschüsse des Landtages sind vorbereitende Beschlussorgane. Die einzelnen von den Parteien gebildeten Fraktionen legen dem Plenum Vorlagen zur Beschlussfassung vor. Das Plenum, die Versammlung aller Landtagsabgeordneten, überweist diese nach sogenannter erster Lesung dann zur Beratung in die Fachausschüsse. Zur Zeit arbeiten im Sächsischen Landtag neun Fach- und drei weitere Ausschüsse. Die Fachpolitiker in den Ausschüssen setzen sich mit den ihnen überwiesenen Vorlagen auseinander und erarbeiten Beschlussempfehlungen. Vorlagen können beispielsweise Gesetzentwürfe, Anträge oder Berichte sein. Die Beschlussvorlagen gelangen dann wieder ins Plenum und werden dort abgestimmt. Auf ausdrückliches Verlangen können die Fachausschüsse sich auch ohne Initiative des Plenums mit Themen ihrer Fachgebiete beschäftigen. Mitglieder bzw. Vertreter der Staatsregierung haben das Recht, an Ausschusssitzungen teilzunehmen und dort angehört zu werden. Umgekehrt können diese von den Ausschüssen auch geladen werden.

Der Fachausschuss I ist zuständig für alle Fragen, die Rechts-, Verfassungs- und Europaangelegenheiten betreffen, so dass er naturgemäß über ein sehr breites Aufgabengebiet verfügt. Betreffen Plenarvorlagen mehrere unterschiedliche Sachgebiete werden ein federführender und ein oder mehrere mitberatende Ausschüsse benannt. Die Erarbeitung der Beschlussvorlage obliegt dann immer dem federführenden Ausschuss.

Im Ausschuss Recht Verfassung und Europa arbeiten insgesamt 19 Abgeordnete, von denen neun der CDU, vier der LINKEN,  je zwei der SPD und der FDP und je einer der GRÜNEN und der NPD angehören.

Fragen der Rechtsetzung betreffen jeden Bürger tief im alltäglichen Leben. Ein Mehr oder Weniger an bürokratischem Aufwand wird beispielsweise meist schon im Gesetzgebungsverfahren entschieden. Nicht zuletzt deshalb bewarb sich Ronald Pohle, als Nichtjurist, erfolgreich um die Mitarbeit im Ausschuss I. Aber auch europapolitische Fragen entsprechen sehr seiner persönlichen Interessenlage. Einerseits brachte gerade der europäische Gedanke ungeahnte Chancen für unser Land, andererseits verändert die europäische Einigung permanent auch die Rahmenbedingungen vor Ort.

In der 6. Wahlperiode wurde der vorherige Ausschuss I in den Ausschüsse Recht und Verfassung und Europaausschuss unterteilt. Aufgrund seines Wechsels in den Innenausschuss gehört Ronald Pohle seit 2014 dem neu gegründeten Europaausschuss als stellvertretendes Mitglied an.